Selbstverwirklichung Interstellar

Selbstverwirklichung Interstellar

Der Raumanzug war unbequem und das Visier des großen Helms schränkte seine Sicht ein, als der Kosmonaut Petrow auf einer seiner zahlreichen Missionen aus der Raumfähre stieg.
Er fühlte sich für einen Moment beklommen. Die Vorstellung, in die Unendlichkeit des Weltalls abzudriften, ließ ihn einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Doch das Gefühl, frei zu schweben, war das Risiko wert und er betätigte eine der kleinen Steuerdüsen, mit denen er seinen Raumanzug lenkte. Langsam schwebte er an der Außenseite der Raumfähre entlang, als er ein Knistern und Knacken in seinen Kopfhörern vernahm.
“„Juri, bist du das? Ich habe die Zielposition gleich erreicht“.”
Doch anstatt Juri meldete sich eine andere, ihm unbekannte Stimme.
“„…Du hast einfach keinen eigenen Willen, das ist dein Problem.“”
„”Was soll das, Juri?“”, der Kosmonaut dachte an einen Fehler im Sender und drehte mit seinen klobigen Handschuhen an einem der Knöpfe, der auf der Vorderseite des Raumanzuges angebracht war.
“„Ich habe mir meine Position nicht ausgesucht. Kann ja nicht jeder eine Sonne sein.“”
„”Das will ich auch meinen. Schließlich ist das ja auch eine große Aufgabe.“”
“„Das ich nicht lache. Was machst du denn außer abhängen?“”
„”Ich muss mich um meine ganzen Planeten kümmern, von den Monden ganz zu schweigen.“”
“„Jetzt hackt sie wieder auf den Monden rum. Typisch.“”

Verwirrt schlug der Kosmonaut gegen den Helm in der Annahme, das Mikrofon habe einen Wackelkontakt und er empfange irgendeine Radiosendung.
Dabei wunderte er sich, ob man im Weltall überhaupt Radio hören konnte.
“„Was ist denn bei euch los, Juri? Hört ihr das auch?“”
Doch das Knistern verstärkte sich und eine dritte Stimme meldete sich zu Wort.
“„Vertragt euch, ich kann euer Gezanke schon nicht mehr hören.“”
„”Der Mond ist ja nur neidisch, weil er nicht so schön strahlt wie ich.“”
„”Du bist eine Angeberin, Sonne, damit du es weißt“”, sagte der Mond ärgerlich.
„”Da zeigt sich wieder deine dunkle Seite.“”
“„Also ich muss sagen“”, mischte sich die Erde ein, “„dass der Mond jetzt nicht so unrecht hat.“”
„”Ach, Unsinn. Ihr sonnt euch doch alle in meinem Glanz. Was wärt ihr denn ohne mich?“”
„”Das sagt die richtige”“, meckerte der Mond, „”ohne uns wärst du arbeitslos.”“

Völlig perplex wurde dem Kosmonauten klar, dass er einem interplanetarischen Gespräch lauschte.
“„Hallo, haaaallo, könnt ihr mich verstehen?“”, rief er ins Mikrofon, doch die drei Himmelskörper sprachen unbeirrt weiter.
“„Können wir uns darauf einigen, dass wir uns gegenseitig brauchen?“”
„”Die Erde mal wieder mit ihrer Harmoniesucht”“, frotzelte der Mond.
“„Sei du ganz ruhig”“, entgegnete die Erde, “„du drehst dich nicht nur um mich, sondern auch um die Sonne. Ich an deiner Stelle…“…”
“„Haha, dass ich nicht lache”“, unterbrach sie der Mond, „”du drehst dich doch selbst um die Sonne.“”
„”Aber ich drehe mich eben auch um mich selbst.“”
„”Und deswegen kann mich ja auch jeder auf der Erde bewundern“”, prahlte die Sonne.
„”Na und?”“, warf der Mond ein, “„und nachts bewundern sie mich.”“
„”Das ist ja lächerlich. Die meiste Zeit bist du doch nur eine halbe Portion“”, die Sonne schüttelte sich vor Lachen.
“„Immer auf die Kleinen”“, murmelte der Mond und zog sich auf seine dunkle Seite zurück.
“„Siehst du, Erde, das ist sein Problem.“”
“„Ach”“, seufzte die Erde, „”lasst mich doch in Ruhe. Ich dreh mich mal weiter.”“

Nach einiger Zeit wurde dem Mond kalt. Doch beim Gedanken, sich der arroganten Sonne zuzuwenden, um sich aufzuwärmen, kam eine Wut in ihm hoch, die ihn selbst überraschte. Er wollte nicht länger nur ein Trabant sein. Wie er sich selbst eingestehen musste, war er immer ein wenig neidisch gewesen auf die Erde, auf der sich Leben entwickelt hatte.
„Aber warum sollte es nur auf der Erde Leben geben? Und wer sagt, dass ein Mond nicht auch etwas aus sich machen kann?“, kam es ihm in den Sinn und er beschloss, sich selbst zu verwirklichen.

“„Hey, wo willst du denn hin?”“, fragte die Erde, als der Mond ihre Umlaufbahn verließ.
“„Das weiß ich noch nicht genau”“, antwortete der Mond, „”ich schau mich erst mal ein bischen um.”“
Im nächsten Augenblick war er auch schon unterwegs direkt ins Zentrum der Milchstraße.
„”Was ist denn in den gefahren?”“, wunderte sich die Sonne, „”was soll’s, ich habe genug Planeten und Monde.“”

Das Knistern in den Kopfhörern des Kosmonauten verstummte und eine vertraute Stimme erklang aus dem Kopfhörer.
“„Juri? Du glaubst nicht, was ich gerade gehört habe.“”
„”Das ist mir ziemlich egal. Hier spielt gerade alles verrückt. Die Bodenstation hat gemeldet, der Mond hätte seine Umlaufbahn um die Erde verlassen.“”
“„Wenn du mir zuhören würdest, könnte ich dir erklären, warum…“.”
„”Du musst sofort wieder in die Raumfähre zurückkehren. Wir sollen dem Mond folgen.“”
Wenige Minuten später saß der Kosmonaut neben Juri im Cockpit und erzählte vom Gespräch, das er soeben erlauscht hatte.
Juri schüttelte nur mit dem Kopf, “„vielleicht sollten wir mal die Sauerstoffzufuhr zu deinem Raumanzug überprüfen.“”
“„Was meinst du damit? Du denkst doch nicht etwa, ich habe das alles erfunden?“”
“„Nein, nein, ich meine ja nur.”…“

Die beiden holten alles aus ihrer Raumfähre heraus, um dem Mond auf den Fersen zu bleiben. Der Raketenantrieb glühte und als Juri einen Blick aus dem Seitenfenster wagte, wurde die Erde immer kleiner.
Der Mond war indessen in Abenteuerstimmung und fühlte sich das erstemal in seinem Millionen Jahre langen Leben wiklich frei.
Ganz in Gedanken übersah den Kometen, der direkt auf ihn zuraste. Nur noch wenige Sekunden, und er würde unweigerlich mit ihm zusammen stoßen…

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Wieso ist unser Leben oft so angespannt?

Weshalb haben wir das Gefühl, ständig der Zeit hinterher rennen zu müssen? Warum stürmen mehrere Anforderungen immer gleichzeitig auf uns ein? Mögliche Antworten lauten: Wir sind gestresst, wir haben Stress oder man macht uns Stress. Was aber verbirgt sich hinter diesem oft verwendeten Wort “Stress” und wie können wir ihm entgegen wirken?

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